Thema des Monats Jänner 2001: Sind Fieberkrämpfe harmlos?

Fieberkrämpfe sind im frühen Kindesalter gar nicht so selten. Es besteht sogar eine erbliche Veranlagung in manchen Familien. Es handelt sich um zumeist gutartige Krampfanfälle bei einen rasch hoch anfiebernden Kind. Am häufigsten tritt der Anfall im 2 Lebensjahr auf, aber es kann auch noch bei 6- Jährigen vorkommen. Die Krämpfe sind gekennzeichnet von generalisierten Zuckungen, Bewusstseinsverlust, Augenverdrehen und bei längerer Dauer Blauverfärbung der Haut. Unkomplizierte Krämpfe sind kurzdauernd (einige Minuten), wenn die Anfälle länger als 15 Minuten dauern, spricht man von komplizierten Anfällen, welche eine gründliche Durchuntersuchung im Kinderspital erfordern.
Wie können die Eltern ihren Kind helfen? Im Anfall das Kind vor Verletzungen schützen, ein Abkühlen des Körpers mit einem kühlen nassen Waschlappen. und wichtig- kein " Beissholz " in den Mund schieben, zumeist haben die Kinder keinen Zungenbiß, dafür Schäden an den Zähnen bei gewaltsamen Manipulationen. Bei komplizierten Anfällen Notarzt verständigen. Nach kurzen Anfällen ein fiebersenkendes Zäpfchen verabreichen und einen Kinderarzt oder eine Kinderambulanz aufsuchen. Wenn das Kind schon einen Fieberkrampf hatte, sollten die Eltern ein Notfallmedikament im Kühlschrank haben und schon bei Temperaturen um 38° ein fiebersenkendes Zäpfchen geben. Unkomplizierte Fieberkrämpfe hinterlassen keine Funktionsverminderung des Gehirns. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Kinderarzt.

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